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Notizen & Notation

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Volle Kandidaten, Snyder-Notation, und wann welche dran ist.

Notizen sind der Unterschied zwischen Raten und Wissen. Aber jede Möglichkeit in jede Zelle zu schreiben ist nicht immer der beste Plan: die stärksten Löser wechseln den Notationsstil mit der Schwierigkeit des Rätsels.

Warum überhaupt Notizen

Leichte Rätsel brauchen nie Notizen: Jeder Schritt ist ein Scan, das Brett selbst ist die Notation. Sobald ein Rätsel aber keine Singles mehr liefert, entsteht Fortschritt durch Streichungen, und Streichungen existieren nur als Markierungen. Eine Technik wie das nackte Paar setzt keine Ziffer; sie entfernt Kandidaten, und irgendetwas muss das festhalten.

Notizen sind keine Krücke. Jede Technik jenseits der Grundlagen ist über Kandidaten definiert: die Notizen sind das Spielfeld selbst.

Volle Kandidaten-Notation

Das komplette Inventar: Jede Zelle listet jede Ziffer, die ihre Zeile, Spalte und Box noch erlauben. Das ist die Notation, die der Technik-Katalog voraussetzt: Teilmengen, Fische, Wings und Ketten sind allesamt Muster in der Kandidaten-Ebene.

Sie von Hand zu pflegen ist ehrliche, aber langsame Arbeit, und eine einzige vergessene Notiz kann ein Muster verstecken oder vortäuschen. Genau dafür gibt es den Auto-Kandidaten-Modus: Das Brett hält das Inventar aktuell, während du Kandidaten streichst, die deine eigenen Schlüsse ausschließen. Auf Papier wechseln die meisten Löser erst zur vollen Notation, wenn das Rätsel sie verlangt.

Snyder-Notation

Benannt nach Speedsolving-Champion Thomas Snyder: Schreibe einen Kandidaten nur, wenn eine Ziffer in einer Box noch genau zwei mögliche Zellen hat, und sonst gar nichts. Das Ergebnis ist ein Brett, das nur starke Information trägt: Jede sichtbare Markierung ist die Hälfte eines starken Links.

Snyder-Notation ist schnell, weil sie fast alles ignoriert, und mächtig, weil das Behaltene genau das ist, was die meisten harten-aber-fairen Rätsel knackt: boxbasierte Singles, Pointing-Paare und das Skelett von X-Wings, Wolkenkratzern, Kites und Cranes. Wenn die Paar-Markierungen keine Züge mehr liefern, rüste das Brett auf volle Notation auf und mach mit den schwereren Techniken weiter.

Eine praktische Leiter

Es gibt keinen Preis für die schickste Notation: nimm die leichteste, die dich am Laufen hält:

  • Leichte Bretter: keine Notizen. Nach Singles scannen, Ziffern setzen, wiederholen.
  • Mittlere Bretter: Snyder-Paare in den Boxen; volle Notizen nur für sture Zellen.
  • Harte Bretter und darüber: volle Kandidaten (von Hand oder mit Auto-Kandidaten), denn dort wohnen Teilmengen, Fische und Ketten.
  • Jedes Brett: Streiche Kandidaten in dem Moment, in dem eine Technik sie widerlegt; veraltete Markierungen sind die häufigste Quelle falscher Schlüsse.